DIE IDEE

 

UND IHRE

 

HINTERGRÜNDE

 

 

 

 

 

Dresden gilt nicht nur als Kulturhochburg, sondern auch als wirtschaftliches

Zentrum Sachsens. Innovationen und Spitzentechnologien spielen hierbei eine

große Rolle. Auf den Gebieten der Informationstechnik und der Nanotechnik ist die Stadt weltweit anerkannt und gilt in Kennerkreisen auch als Zentrum von "Silicon Saxony“.

 

Um Dresden und den Freistaat Sachsen noch weiter nach vorne zu bringen, wäre folglich eine weitere Institution im Bereich Innovation und Spitzentechnologie ratsam, da die vorhandenen Unternehmen noch lange nicht alle Bereiche abdecken. Weitere innovative Vertiefungsbereiche könnten hier den Durchbruch schaffen. "Dresden und der Fortschritt“, die Thematik birgt ein enormes Potential.

Weitere abzudeckende Bereiche sind zum Beispiel die Umwelt- und Energietechnologie sowie die Produkttechnik, da hier durchaus noch Aufholbedarf besteht. Themen wie Luft- & Wasserverschmutzung, Klimawandel, Müllvermeidung, Produkteffizienz, Architektur, erneuerbare Energien, Logistik und Mobilität werden immer bedeutender. Die Thematik des Unternehmens war somit gefunden. Doch sollte das Konzept noch einen größeren Mehrwert für Dresden haben...

 

...die Geburtsstunde des PIONEER'S POOL, dem Innovationszentrum zum Arbeiten, Entdecken, Genießen und Übernachten!

 

DIE BEREICHE

 

01. MARKT DER ZUKUNFT       

 

 

02. COWORKING SPACE                      

 

 

    03. TAGUNG & ÜBERNACHTUNG                      

 

 

04. RESTAURANT & LOUNGE                                         

 

 

05. EINGANG / INFO / AUSSTELLUNG                                        

         


 

 

 

 

 

 

 

 

 

ERSCHLIEßUNG & WEGFÜHRUNG

 

 

Die Erschließung des Gebäudes erfolgt auf unterschiedliche Art und Weise. Zu den vier erhalten gebliebenen Treppenhäusern sind zwei Aufzugtürme hinzugekommen, welche der Menge der sich

im Gebäude aufhaltenden Menschen gerecht werden.

An der Nord-/Westfassade ist zusätzlich hinter den Treppenhaustürmen ein Lastenaufzug geplant worden.

Hinzu kommen in den Fußboden integrierte Farbmarkierungen, die zusätzlich zur Orientierung im Gebäude dienen und

bestimmte Bereiche hervorheben.


1. MARKT DER ZUKUNFT

 

Der "Markt der Zukunft“ bildet den MIttelpunkt des Raumkonzeptes und befindet sich im ehemaligen Schwimmbecken des Volksbades. Dieser wurde über eine Kombination aus Treppen, rollstuhlgerechten Rampen und Podesten vom Erdgeschoss bis in das erste Obergeschoss gezogen und bietet somit ein ganz besonderes Erlebnis. Auf den Podesten sind abwechselnd offen gestaltete Shops und Sitzmöglichkeiten angesiedelt. Die Shops bieten innovative und neuentwickelte Kleinprdoukte für den alltäglichen Bedarf zum Verkauf. Von Kopfhörern, über ökologische Kosmetik bis hin zu Fairtrade Wohnaccessoires. Hier wird jedes Bedürfnis und jeder Geschmack abgedeckt. Abgelöst werden die Shops durch einen mobilen Kaffeeverkaufstresen, welcher guten Fairtrade-Kaffee und kleine Snacks im Angebot hat. Hier kann gestöbert, eingekauft und entspannt werden. Bezahlt werden die Produkte in den im Flur des Erdgeschosses befindlichen Zahlautomaten. Um Diebstahl zu vermeiden, werden die Bereiche überwacht. Die Produkte selbst und die Ausgänge verfügen zudem über Diebstahlsicherungen. Die Diebstahlsicherung an den Produkten wird mit dem Einscannen beim Produktkauf automatisch deaktiviert. Für den Eingang im Erdgeschoss wurde ein Wanddurchbruch im Becken vorgenommen.

Der Charakter der Rampen und Podeste wird durch farblich abgesetzte Bodenmarkierungen noch einmal unterstreichen. Diese führen vom Eingangsbereich bis zum Ende des Marktes im ersten Obergeschoss und schaffen somit eine Verbindung der Bereiche.

Die Shops bestehen hauptsächlich aus einem in Kupfer lackierten Edelstahlgewebe, das an manchen Stellen durch Eichenholz und Glas abgelöst wird. Zur Stabilität der Shops kommen  dünne Stahlstützen zum Einsatz. Für die Produkte sind einfache Stahlregale zum Einsatz gekommen. Das große Highlight dieses Bereiches bildet allerdings das kupferfarbene Mesh, welches das gesamte Becken bis hoch in das zweite Obergeschoss umrandet.

 

Die "Vogelkäfig-Optik“ bietet nicht nur ein schönes visuelles Erlebnis,

sondern weist sogar eine Funktion auf. Aufgrund der sehr offen gestalteten Shops wird abends nach Ladenschluss der gesamte Marktbereich abgesperrt und ist so vor Diebstahl oder Vandalismus geschützt. Die seitlichen Meshes werden zudem von Rankpflanzen begrünt, um den steifen Charakter dieser aufzubrechen. Im übertragenen Sinne soll dies den Konflikt zwischen Mensch und Natur darstellen. Ein abschließendes Highlight bildet der in das Schwimmbecken positionierte Baum, welcher sich in den Luftraum der ehemaligen Schwimmhalle erstreckt. Hierfür wurde ein ausreichend großes Pflanzbecken eingeplant, das bis in das Kellergeschoss reicht und dort eine Belüftung der Wurzeln und den Ablauf von überflüssigem Wasser gewährleistet.

 


 

 

MATERIAL & FARBE MARKTPLATZ

 

Das Farb- und Materialkonzept konzentriert sich im gesamten Gebäude auf ökologische Werkstoffe. Denn ein Innovationszentrum für

Umwelt-, Energie- und Produkttechnologie sollte seine Philosophie auch auf das Interieur übertragen. Die zurückhaltende und sehr natürlich wirkende Farbgebung ist in diesem Bereich gezielt ausgewählt worden. Diese lösen den teils schweren Charakter der Einbauten im Becken auf und verleihen dem gesamten Ensemble Leichtigkeit. Der anthrazitfarbene mineralische Bodenbelag von Naturofloor wird von Stufen in Vollholzoptik abgelöst und auf den Rampen durch eine grün-blau anmutende Mineralfarbe in der Farbe "arctic“ ergänzt, welche lediglich auf den Betonuntergrund der Rampen aufgetragen wurde. Diese Farbigkeit wird in einem etwas helleren Ton an den Wänden des ehemaligen Schwimmbeckens fortgeführt, um die frühere Nutzung noch einmal aufzugreifen. Die Wände der Seitengänge der ehemaligen Schwimmhalle sind eine Kombination aus Akustikelementen und Glas, sodass auch für gute Akustikeigenschaften gesorgt ist. Zusätzlich hilft auch das Metallgewebe, das das Becken umschließt, die Umgebungsgeräusche einzudämmen.

Randnotiz: Selbst bei den Baustoffen des Marktbereiches wurde auf Nachhaltigkeit geachtet. So wird beispielsweise das "Cradle to Cradle“ Re- und Upcycling-Prinzip bei den Baustoffen groß geschrieben.

 


 

2. COWORKING SPACE

Die Bürobereiche des Innovationszentrums sind jeweils im 1. und 2. Obergeschoss der Ost- und Westflügel des Gebäudes angesiedelt. Dies ermöglicht die ungestörte Arbeit, ohne dass diese von der Laufkundschaft im Erdgeschoss beeinträchtigt wird. Zusätzlich werden die Büros in der Schwimmhalle von einer Kombination aus Akustikglas- und Akustikwandelementen von der ehemaligen Schwimmhalle abgeschirmt.

Die Büroflächen sind als Großraumbüros angelegt. Die Anordnung des Equipments ist in allen Gebäuderiegeln gleich. Lange gedoppelte Schreibtischtafeln verbinden die Arbeitenden miteinander und fördern den Kontakt untereinander. Teilweise sind die Schreibtische mit mittig angelegten Sichtschutzelementen ausgestattet, sodass auch etwas Privatsphäre bei der Arbeit ermöglicht wird. Getrennt werden die Schreibtischtafeln von einem in der Mitte der Räume angelegten "Copy & Coffee Bereich“. Hier ist es möglich, sich bei einem Kaffee zusammenzusetzen und sich auszutauschen oder den bereitstehenden Kopierer und Drucker zu nutzen. Der "Copy & Coffee Bereich“ wird durch farbliche Bodenmarkierungen abgegrenzt, um den Charakter des Raummittelpunktes noch zusätzlich zu stärken. Am Ende der Räume befinden sich jeweils drei Telefonzellen, die ein ruhiges und abgeschirmtes Gespräch mit Kunden zulassen.

Im zweiten Obergeschoss sind durch zwei eingeschobene "Work Boxes“, die in den Luftraum der ehemaligen Schwimmhalle kragen, weitere Büros entstanden. Diese Büros sind doppelstöckig angelegt und bieten auf der unteren Ebene abgegrenzte, private Arbeitsflächen und auf der darüberliegenden Ebene Raum für die Leitung des Innovationszentrums und die Coaches.

Verbunden werden die Bürobereiche auf beiden Ebenen mit einem dazwischenliegenden Flur, welcher auf der ersten Etage Sitzmöglichkeiten und weitere freie Arbeitsplätze bietet und in der zweiten Etage eine "Fun & Chill Area“ beinhaltet. Diese Bereiche verschmelzen auch mit den Tagungsräumen und können auch von den Besuchern und Besucherinnen genutzt werden.

Abgerundet wird das Bürokonzept von einem großzügigen Besprechungsraum, der sich im 3. Obergeschoss unter dem

Dach befindet.

 

STEGREIFENTWURF

 

TELEFONZELLE


 

MATERIAL & FARBE COWORKING

 

Im Büro dürfen die Farben ruhig etwas kräftiger sein, denn Farben können Energie und Kraft geben. Dennoch sollte darauf geachtet werden, dass die Farbigkeit nicht Überhand nimmt, da diese den gesamten Tag betrachtet werden müssen und über den Tag hinweg keinen negativen Effekt bekommen sollten.

 

Der farbige Linoleumboden, welcher zu 97% ökologisch hergestellt wird, ist in zwei Farben angelgt. Der helle Hauptuntergrund in der Farbe "pistachio“ wird bei der Coffee & Copy Station sowie den Telefonzellen in Form eines Wegführungsmusters abgelöst und teilweise als Verbindungsglied an den Wänden mit Mineralfarbe in selber Farbigkeit fortgesetzt. Die Markierungen sind in dem Farbton "ocean“ gehalten. Ergänzt wird dieses Konzept durch weitere zurückhaltende Farben an den Wänden. Hier kommen ein heller Mineralputz in einem offwhite Farbton und hellgraue Akustikpaneele zum Einsatz. Der geplante Linoleumboden weist nicht nur besonders gute Akustikeigenschaften auf, sondern bietet zudem ein

sicheres und angenehmes Laufgefühl.

Die Schreibtischplatten in Kirsche-Vollholz bringen zu guter letzt die Wärme in das Raumensemble. Hier kam das Thema "upcycling“ zum Einsatz, da hier lediglich alte ausgemusterte Tischplatten und Stahlvierkantrohre zum Einsatz kamen.

Die entworfenen Telefonzellen sind aus Akustikfilz von LANISOR gestaltet worden.

 

 


 

KONSTRUKTIONSDETAIL "WORK BOXES"

 

3. TAGUNG & ÜBERNACHTUNG

 

 

 

 

 Die Tagungsräume liegen direkt neben den Büroflächen im ersten und zweiten Obergeschoss. Die Räumlichkeiten sind zweckmäßig ausgestattet. Hier soll die Tagung an sich im Vordergrund stehen.

Die einzige Besonderheit sind die farbigen Bodenmarkierungen, die bereits im Flur zu den Tagungsräumen führen und im Raum weitergeführt werden.

 

Die Tagungsbesuchenden sind jederzeit dazu eingeladen, die offenen Bereiche auf den Fluren mitzunutzen. Im Flur gibt es neben einem gesonderten Empfang im 1. Obergeschoss zusätzlich die Möglichkeit eine offene Garderobe zu nutzen. Im zweiten Obergeschoss können hingegen Gepäckstücke oder andere Gegenstände in einer abschließbaren Garderobe verstaut werden.

Zusätzlich haben die Tagungsgäste die Möglichkeit über Nacht zu bleiben. Im Erdgeschoss erstrecken sich im Süd- und Ostflügel komfortable Einzel- und Doppelzimmer, die zum Wohlfühlen einladen. Kurze Wege und die Möglichkeit sich direkt vor Ort zurückziehen zu können sind hierbei besonders wichtige Aspekte. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, denn im hauseigenen Restaurant besteht die Möglichkeit, sämtliche Mahlzeiten einzunehmen.

Das Housekeeping-Team sorgt zusätzlich dafür, dass die Zimmer sauber und aufgeräumt sind.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ÜBERNACHTUNG


 

4. RESTAURANT & LOUNGE

 

Das an den Markt angegliederte Restaurant bietet ökologische kulinarische Köstlichkeiten für jeden Geldbeutel. Hier kann nach dem Besuch des Marktes oder auch einfach so entspannt und gespeist werden. Das modern und individuell eingerichtete Restaurant wird von einer Galerie in der darüberliegenden hinzugekommenen Etage vom Loungebereich abgelöst. Die Lounge lädt zu leckeren Cocktails ein und bietet einen schönen Ausblick ins Grüne. Hier können zusätzlich Feierlichkeiten und kleine Events in einem ganz besonderen Ambiente abgehalten werden.

Das gesamte Konzept dieses Bereiches ist einem Dschungel-Thema untergeordnet, um einen weiteren Bezug zur Natur zu schaffen und einen starken Kontrast zum restlichen Gebäudekonzept herzustellen. Das Restaurant sowie die Lounge gehören zwar in das Gesamtensemble, sollen jedoch einen eigenständigen Charakter erhalten und sich vom restlichen Raumprogramm abheben.

 

Die dazu entstandenen Sitzgruppen unterstreichen zudem den Charakter eines Picknicks im Dschungel.

 

MATERIAL & FARBE


 

5. EINGANG / INFO / AUSSTELLUNG

 

Der ehemalige Eingangsbereich wurde vergrÖßert und in die Mitte der Südfassade gerückt. Die Bestandstüren des Haupteinganges wurden durch eine nahezu bodentiefe Befensterung ersetzt. Im Gebäude angekommen wird der Besucher/die Besucherin von den Damen am Empfang begrüßt, die mit Rat und Tat zur Seite stehen und auch gern Auskunft über das Innovationszentrum erteilen.

 

Geleitet durch die farblich abgesetzte Bodenmarkierung wird der Besucher/die Besucherin durch eine kleine Dauerausstellung geführt und über die aktuellsten Themen und Produktentwicklungen im Bereich der Umwelt-, Energie- und Produkttechnik informiert. Die Eingangshalle ist auch gleichzeitig das Nadelöhr für alle anderen Bereiche.

Ausstellungssystem: Das Ausstellungssystem besteht aus abgehängten Nanofolien-Touchdisplays, welche in dieser Größe nicht nur eine Neuheit auf dem Markt sind, sondern auch ein aktives Erlebnis für den Besucher/die Besucherin bieten. Bespielt werden diese über digitale Daten, welche über den Serverraum im Kellergeschoss gesteuert werden.

 


AUSZUG AUS DER MASTER-THESIS "PIONEER'S POOL - DAS INNOVATIONSZENTRUM ZUM ARBEITEN, ENTDECKEN, GENIEßEN & ÜBERNACHTEN"

von Katharina Körner - erstellt im  Sommersemester 2017